„Du bist, was du isst!“ – Glaube ich nicht. Nicht nur, dass ich gestern gemischtes Hackfleisch gegessen habe und noch immer 10 Finger und eine Nase habe. Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Der Kannibale Jürgen isst Klaus. Glaubt man der Theorie, wäre Jürgen jetzt Klaus. Das hieße, Klaus hat überlebt und Jürgen gibt es nicht mehr. Ich hätte zwar nichts dagegen, denn ich mochte Jürgen noch nie; aber es widerspricht leider jeglicher Logik.
Logisch wäre, dass das, was du isst, nicht mehr ist. Im Beispiel von eben wäre das Klaus. Klaus wäre hinüber. Und wenn Jürgen noch eine Nachspeise wollte, könnte er sich Klaus’ Frau schnappen und sie essen. Aber Jürgen mag eh keine Frauen. Die meisten meckern, wenn man sie kocht. „Ich salze mich gefälligst selbst!“ Wie oft musste sich Jürgen das anhören?
Aber egal, hier geht es jetzt nicht um Klaus, Jürgen oder die Frau von Klaus (die auch mit Salz nicht gut schmecken würde). Es geht darum, dass ich nicht glaube, dass man ist, was man isst. Wobei ich das wohl auch etwas zu wörtlich nehme. Aber warum um den heißen Brei herumreden, wenn man jenen auch essen kann? Ich verstehe eh nicht viel von Metaphern. Wenn jemand zu mir kommt und sagt, ich solle auf mein Herz hören, dann halte ich ihn für verrückt. Mein Herz hat noch nie etwas Sinnvolles zu meinem Leben beigetragen. Ja gut, es schlägt. Aber hat man je etwas Positives über Schläger gelesen? Ich kann die Frage gerne beantworten: Nein.
Oder doch? Der Ausdruck „gut geschlagen“ ist positiv, glaube ich. Das Adjektiv „gut“ in dem wohl guten Ausdruck macht doch einen guten Eindruck.
Ich habe aber vergessen, worauf ich eigentlich hinaus wollte. Und um keine weiteren Verwirrungen zu stiften, werde ich ganz einfach mitten im Satz