Klicken
Klickst du auf den falschen Fleck,
ist nicht nur das Pop-Up weg.
Klickst du aber richtig drauf,
geh’n gleich fümunsiebzig auf.
Ich hab’s Klicken aufgegeben,
..hab’ ja noch’n andres Leben.
Er und sie – sie aber eher weniger
Die zwei geh’n in der Stadt umher.
Sie meint, keiner sei so nett wie er.
So hört er, was sie gar nicht sagt.
Sie schweigen und wirken wie angeklagt.
Die Oberflächlichkeit regiert.
Belanglos wird kommuniziert.
Er reizt und hofft auf Zuneigung,
sie grinst aus Anstand, schaut sich um.
Schnell vergehen Tag um Tag,
und obwohl er sie noch immer mag
scheint ihm mehr und mehr bewusst:
Auf Warten hat sie keine Lust.
Für sie ist er nur nicht der Mann,
mit dem sie sich was vorstell’n kann.
Er weiß nur nicht, wie sie ihn sieht.
Deshalb begeht er Suizid.
August 29, 2009 at 6:18
Wie deprimierend, das 2. jedenfalls…
Trotzdem schön, wieder was von dir zu lesen.
September 27, 2009 at 5:38
Yeah, jojo, Baby. Man!
Endlich wieder literarische Ergüsse. Ich steh voll drauf; das zweite liest sich fantastisch. Und, um ehrlich zu sein, hab ich trotz des traurigen Themas am Ende irgendwie lachen müssen